Sportartunspezifisches Kindertraining

Altersgruppe: 5+

Einführung in die Thematik
Für eine ganzheitliche Entwicklung brauchen Kinder einen großen Erfahrungs- und Bewegungsschatz. Studien belegen, dass sich viele Kinder zu wenig bewegen – oft, weil es nicht genügend Möglichkeiten gibt und die Übungsleiter nicht ausreichend ausgebildet wurden. Das vielseitige Training der Bewegungsformen im Kindesalter ist eine wichtige Grundlage für spätere sportartspezifische Leistungen. 

Die Rolle des Sports für Kinder in der aktuellen Krise ist dabei mit zu berücksichtigen. Durch den Sport-Entzug in Sportvereinen wird der natürliche Bewegungsdrang der Kinder stark eingeschränkt, was das Leben der Eltern und Kinder belasten kann. Sportvereine leisten einen großen Beitrag zur gesunden sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung des Kindes. Diese lebenswichtigen Bereiche werden nur optimal entwickelt, wenn man es Kindern ermöglicht. Je vielseitiger und je besser diese Grundausbildung ist, desto optimaler ist die Ausgangslage für das vertiefte, sportartspezifische Training der Kinder. 

Wobei sich im Bambini Training auf diese grundlegenden Bewegungsformen fokussiert und beschränkt wird, um so eine möglichst vielseitige Basis zu bilden, sollte das Kindertraining zunehmend komplexer gestaltet werden. Hierfür ist es sinnvoll verschiedene Sportarten aus unterschiedlichsten Bereichen zu thematisieren und eine stärkere Bindung an den Sport und dahingehend auch an Sportvereine herzustellen. 

Trainingsmaterialien 
6 Koordinationsringe 
1 Koordinationsleiter 
6 Pylonen (jeweils 2 in einer Farbe)
4 Muldenhauben 
2 Minitore
Leibchen in 2 Farben 

Organisation 
Die Übung gemäß der Abbildung aufbauen und 2 homogene Teams einteilen. Jeder Spieler hat einen Ball. Die Entfernung der Tore entsprechend des Leistungsniveaus wählen. 

Übungsablauf 
Die Kinder gehen auf Kommando des Übungsleiters durch die Ringe/ Koordinationsleiter mit einem Kontakt pro Ring/ Feld. Anschließend gibt der Trainer ein Kommando. Der Ball wird aufgenommen und um die entsprechende Pylone gedribbelt. Danach muss bis zur nächsten Markierung gedribbelt werden, welche nochmals 360 Grad umrundet wird, bevor die Kinder auf das Minitor abschließen dürfen. Wer zuerst das Tor trifft, erhält einen Punkt. 

Variation 
Der Trainer gibt eine Farbfolge vor. Die Pylonen müssen nur kurz angetippt werden. 

Die Übung wird ohne Ball durchgeführt. Neben den Minitoren befindet sich ein Mitspieler, welcher den Ball auf Höhe der letzten Markierung spielt. Das Zuspiel muss direkt verwertet werden. 

Die Farben werden nicht angesagt. Der Übungsleiter zeigt stattdessen ein farbiges Hütchen hoch.

Coaching Tipps
Eine schnelle und enge Ballführung fordern. 

Durch die Hindernisse ist möglichst ohne Fehler zu gehen. Die Arme sind dabei aktiv mitzubewegen.

Fokus beim Torschuss nochmals aufbauen.